Nov 1, 2011
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Erziehungsprobleme bei Teenagern

Miss Teen

© Valua Vitaly - Fotolia.com

Die Pubertät ist eine Phase, in der das Verhältnis zwischen Eltern und Teenagern häufig auf eine harte Probe gestellt wird. Sie beginnt schleichend. Kündigt sich durch die Vorpubertät an, die bei Mädchen früher, bei Jungen später aber immer etwa um das zehnte Lebensjahr einsetzt. Das bisher fröhliche und aufgeschlossene Kind wird zunehmend launischer und zieht sich zurück. Die Vorpubertät ist die Phase der Selbstzuwendung und der Selbstreflektion.

Die Frage nach dem “Wer bin ich?” rückt in den Vordergrund. Während sich in der Pubertät der Körper verändert und die Frage “wie wirke ich auf andere?” an Bedeu­tung gewinnt. Liebevolle und konsequente Erziehung ist gerade in der Pubertät wichtig und nicht als unvereinbar anzusehen. Eskalationsfälle können so vermieden werden. Ein bisher offenes und vertrautes Verhältnis zwischen Kindern und Eltern kann plötzlich umschlagen und beide Parteien verunsichern. Wichtig ist, dass Eltern Verständnis für die Veränderungen ihres Kindes zeigen.

Körperlichen Veränderungen sind deutliche Zeichen des Erwachsenwerdens. Vor allem Mädchen beobachten und vergleichen sich nun genau und lassen keinen Spiegel aus, um sich regelrecht zu scannen. Der ständige Vergleich mit Stars und Freunden oder Hänseleien in der Schule schaden ihren Selbstbewusstsein. Der Wunsch nach Veränderung durch plastische Chirurgie oder ausgiebige Shoppingtouren um wenigsten immer auf dem neusten Stand zu sein sind zwar unerfüllbar, sollten aber von den Eltern nicht lächelnd abgewunken werden. Besser ist es das Selbstbewusstsein mit Erfolgserlebnissen aus der Vergangenheit zu stärken, damit der Teenager zu einem selbstsicheren Menschen heranwächst, eigene Entscheidungen trifft und zu sich steht.

Gerade im Teenageralter wächst der Wunsch nach Unabhängigkeit. Der Jugendliche wagt nun erste Schritte in die Selbstständigkeit. Misserfolge bleiben jedoch dabei nicht aus. Konsequenzen gehören mit zur Verantwortung des selbstbestimmten Handelns. Das kann vor allem hemmen, wenn die Fehler so gravierend sind, dass sie den Eltern gebeichtet werden müssen. Um das Vertrauen des Kindes nicht zu verlieren, sollten Eltern darauf achten, ihrem Kind trotzalledem das Gefühl von Vertrauen und vorbehaltloser Liebe zu vermitteln. Ein ruhiges Gespräch, in dem die Angst vor künftigen Fehlern genommen wird, stärkt das Vertrauen zu sich selbst und in die Eltern.

Ein sehr empfindliches Thema, dem Eltern und Kinder nicht aus dem Weg gehen sollten, betrifft Liebe und Sexualität. Trotz des schulischen Aufklärungsunterrichtes sollten Sexualität, Liebe und Drogen jeglicher Art zu Hause nochmal angesprochen werden, um das Verantwortungsbewusstsein des Kindes zur Thematik zu prüfen. Beratungsstellen, Lehrer, befreundete Eltern oder seriöse Internetseiten von Jugendberatungsstellen oder Elternforen bieten hier sinnvolle Unterstützung. Wichtig ist dabei das Thema Verhütung durch Kondome zur Vorbeugung von Schwangerschaften und Krankheiten.

“Kleine Kinder – kleine Sorgen, große Kinder – große Sorgen”! Ist die hilfreiche Faustregel für den Umgang mit dem ersten Liebeskummer. Der erste Liebeskummer geht zwar vorüber, das erscheint dem Jugendlichen aber zunächst nicht so. Er empfindet es als Weltuntergang, ausgelöst durch Blamage, Schmerz und Selbstzweifel. Sofern der Teenager es zulässt, sollte er nicht aufdringlich bohrend nach Einzelheiten ausgefragt, sondern ernst und behutsam getröstet werden. Das Gefühl “wir sind für dich da, wenn du uns brauchst” geben dem verletzten Jugendlichen genug Freiraum sich zu öffnen.

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Okt 30, 2011
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Psychische Gesundheit bei Kindern fördern

Unbesorgte Kindheit

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Die wichtigste Zeit für die psychische Gesundheit eines Kindes sind die ersten drei Lebensjahre.
Es ist die Zeit, in der das Kind entweder ein Urvertrauen oder im ungünstigen Falle ein Urmisstrauen entwickelt.
Das Urvertrauen schafft eine emotionale Sicherheit, die das Kind zu dem Vertrauen in sich und zu einem Vertrauen in die Menschen seiner Umgebung befähigt.

Für ein gesundes Selbstwertgefühl, für Liebes- und Beziehungsfähigkeit ist das Urvertrauen unabdingbar.

Wenn der Säugling in diesen so wichtigen Lebensjahren eine verlässliche, liebevolle und fürsorgende Zuwendung wenigstens eines Menschen seiner Umgebung erfährt, wird er dieses Urvertrauen aufbauen.

Wenn das nicht geschieht, wenn ausgerechnet die früheste Kindheit von Vernachlässigung, Lieblosigkeit, Unterversorgung oder gar Gewalt geprägt ist, baut das Kind statt Urvertrauen ein Urmisstrauen in sich auf.

Beziehungs- und Bindungsprobleme, Angstzustände, Depressionen und Aggressivität sind einige mögliche Folgen.

Nun kann sich kein Kind dieser Welt seinen Geburtsort aussuchen.

Der Mensch wird in eine ganz bestimmte Familie, in eine ganz bestimmte Umgebung hineingeboren, ohne dass er vorher dazu befragt wird.

Wie kann man Kindern, die eben nicht einen glücklichen, unbeschwerten Lebensanfang verlebten, zu einem gesunden Leben verhelfen?
Und wie kann vielleicht das bereits erwachsene Kind aus einer ungesunden Kindheit wieder gesunden?

Wahrscheinlich ist die Antwort ernüchternd:
Diese ersten drei Lebensjahre sind für das Leben des Menschen so nachhaltig prägend, sodass im ungünstigen Falle dieses Kind permanent, Tag für Tag, gegen die negative Prägung ankämpfen und sich auflehnen muss.
Es ist dabei sehr hilfreich, wenn zunächst einmal möglichst klar und deutlich wird, was in der Kindheit passiert ist und ein Bewusstsein für die eigene Kindheit geschaffen wird.
Dazu gehört auch, dass die Kindheit, so wie sie war, mit all ihren Facetten, mit allen Tiefen und dunklen Stellen angenommen wird.

Kein Kind dieser Welt ist für den unglücklichen oder glücklichen Verlauf seiner Kindheit verantwortlich, aber spätestens der Erwachsene ist dafür verantwortlich, dass er seine Kindheit als Grundbaustein seines Lebens annimmt und darauf, so gut es eben möglich ist, sein Lebenshaus darauf baut.

Desweiteren können beispielsweise innerhalb einer Psychotherapie gesunde Verhaltensweisen eingeübt werden, die dem Kind bzw. dem Erwachsenen helfen, statt Misstrauen Vertrauen aufzubauen und immer wieder zu neu auszuprobieren.

Es lohnt sich!

Okt 30, 2011
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Teenies und ihr psychologischer Wandel

Jugendliche

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Wer kennt das nicht?
Jeder Mensch hat es mal durch gemacht, ist grade dabei oder wird es eines Tages noch erfahren dürfen. Den Wandel in unserem Leben, der uns aus der Kinderzeit in das Erwachsenleben begleitet.
Die Hormone spielen verrückt und eigentlich ist alles eh viel zu verwirrend.

Niemand versteht einen mehr und manchmal versteht man sich auch selbst nicht.
Dies alles sind Probleme mit denen sich die meisten Teenies rum schlagen dürfen. Aber auch positive Gefühle kommen erstmals zum Vorschein, zum Beispiel wenn man sich zum ersten Mal verliebt und diese Kribbeln im Bauch spürt oder dieses Gefühl der Verantwortung, das man entwickelt um wichtige Zukunftsentscheidungen zu treffen.
Nicht nur der Körper verändert sich, auch die Art zu denken und zu fühlen.

In dieser wichtigen Entwicklungszeit des Menschen stellen sich entscheidende Eigenschaften ein und die physische Entwicklung ist zu dieser Zeit besonders empfindsam. Dies ergibt sich vor allem durch die Veränderung, die mit einem und um einen Menschen stattfinden.
Und doch unterscheidet sich diese Entwicklungsphase (auch Jugend genannt) bei weiblichen Personen von der jugendlichen Entwicklung männlicher Personen.

Mädchen werden zu Frauen und lernen fast Urinstinktmäßig wie man ein Kind kriegt und erzieht. Jungs werden zu Männern und lernen im Idealfall die Familie zu versorgen und Geld einzubringen. In der modernen Zeit sind solche strikten Rollen Aufteilungen fast schon veraltet.

Immer mehr junge Frauen bestehen auf Emanzipation und akzeptieren ihre Rolle als Hausfrau und Mutter nicht. Sie wollen ebenfalls die Welt erkunden und Karriere machen. Ebenso gibt es aber auch immer mehr Männer, die eine Position als Hausmann nicht ablehnen. Auch diese Entwicklung, gehört zu dem psychischen Wandel der Teenies. Die natürliche rebellische Art sorgt für frischen Wind in der Welt und gibt ihr die Möglichkeiten sich zu verändern.
Bei den vielen Hormonen die im Gehirn erzeugt werden, werden vor allem viele Stresshormone frei gesetzt.

Sie können in der Jugend sehr entscheidend sein. Denn wird positiver Stress erzeugt, der sogenannte Eustress, kann dieser sogar fördernd auf die Psyche wirken. In dem er motivierend und antreibend wirkt. Doch oft fühlen sich Jugendliche negative gestresst, durch die vielen neuen Anforderungen und Erwartungen.

Okt 23, 2011
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13 Jährige Mädchen – vom Kind zum Teenie

Miss Thirteen

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Der eigene Körper verändert sich, man fühlt sich entweder “megacool” oder furchtbar hässlich. Das hängt meist von der Tagesform ab. Und Schuld an allem haben die Eltern. Man fühlt sich missverstanden, vor allem von Erwachsenen, die nicht sehen wollen, das man jetzt auch (fast) erwachsen ist. Spielsachen müssen Postern von Teenie-Schwärmen weichen, die Tapete, die man vor kurzem noch niedlich fand muss jetzt weg, man stelle sich vor, eine der Freundinnen sieht das und erzählt es weiter. Die Wünsche an Geburtstag oder Weihnachten ändern sich, wer will denn jetzt noch Dinge wie Puppen oder andere Dinge zum spielen. Jetzt müssen es coole Klamotten sein, vielleicht neue Ohrringe oder noch besser: Schminkutensilien.

Die ersten unbeholfenen Versuche, aus einem “Kindergesicht” mittels Farbe etwas anderes zu machen. Die Dauer des Aufenthalts morgens im Badezimmer muss neu festgelegt werden, denn Styling und Schminken beansprucht einfach mehr Zeit. Mit 13 muss man einfach die Prioritäten neu setzen. Ein wichtiger Schritt Richtung erwachsen werden ist gemacht, jetzt muss es nur noch der Rest der Welt verstehen – und das kann man am besten mit etwas Make-up sichtbar machen. Auch wenn Mütter das grundsätzlich nicht verstehen und die Tochter weiterhin wie ein Kind behandeln.
Aber genau das ist sie ja auch. Sensible Mütter und Väter, die die Sorgen und Nöte einer 13jährigen verstehen und akzeptieren, schaffen es, am Abend, wenn keiner aus dem Freundeskreis der Tochter es sehen kann, das kleine Mädchen zurück zu bekommen, das die Tochter vor wenigen Tagen oder Wochen noch war. Das Geheimnis bei der Sache ist, nicht zu vergessen, das man irgendwann in seinem Leben die gleichen Höhen und Tiefen durchlebt hat. Wer sich daran erinnert, wird auch mit einer 13jährigen gut auskommen.

Wichtige Grundregeln sind:

1.) nicht umarmen oder gar küssen, wenn Freunde der Tochter es sehen – das ist peinlich.

2.) nicht auf irgendetwas ansprechen, das den Eindruck vermitteln könnte, das man sie noch für ein Kind hält.

3.) über eventuelle Zickereien hinweg sehen. Darauf zu reagieren macht alles nur schlimmer.

Vielleicht sollte man wirklich mit einem Lächeln an die eigene Zeit mit 13 zurück denken.