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Okt 23, 2011
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13 Jährige Mädchen – vom Kind zum Teenie

Miss Thirteen

© Nick Freund - Fotolia.com

Der eigene Körper verändert sich, man fühlt sich entweder “megacool” oder furchtbar hässlich. Das hängt meist von der Tagesform ab. Und Schuld an allem haben die Eltern. Man fühlt sich missverstanden, vor allem von Erwachsenen, die nicht sehen wollen, das man jetzt auch (fast) erwachsen ist. Spielsachen müssen Postern von Teenie-Schwärmen weichen, die Tapete, die man vor kurzem noch niedlich fand muss jetzt weg, man stelle sich vor, eine der Freundinnen sieht das und erzählt es weiter. Die Wünsche an Geburtstag oder Weihnachten ändern sich, wer will denn jetzt noch Dinge wie Puppen oder andere Dinge zum spielen. Jetzt müssen es coole Klamotten sein, vielleicht neue Ohrringe oder noch besser: Schminkutensilien.

Die ersten unbeholfenen Versuche, aus einem “Kindergesicht” mittels Farbe etwas anderes zu machen. Die Dauer des Aufenthalts morgens im Badezimmer muss neu festgelegt werden, denn Styling und Schminken beansprucht einfach mehr Zeit. Mit 13 muss man einfach die Prioritäten neu setzen. Ein wichtiger Schritt Richtung erwachsen werden ist gemacht, jetzt muss es nur noch der Rest der Welt verstehen – und das kann man am besten mit etwas Make-up sichtbar machen. Auch wenn Mütter das grundsätzlich nicht verstehen und die Tochter weiterhin wie ein Kind behandeln.
Aber genau das ist sie ja auch. Sensible Mütter und Väter, die die Sorgen und Nöte einer 13jährigen verstehen und akzeptieren, schaffen es, am Abend, wenn keiner aus dem Freundeskreis der Tochter es sehen kann, das kleine Mädchen zurück zu bekommen, das die Tochter vor wenigen Tagen oder Wochen noch war. Das Geheimnis bei der Sache ist, nicht zu vergessen, das man irgendwann in seinem Leben die gleichen Höhen und Tiefen durchlebt hat. Wer sich daran erinnert, wird auch mit einer 13jährigen gut auskommen.

Wichtige Grundregeln sind:

1.) nicht umarmen oder gar küssen, wenn Freunde der Tochter es sehen – das ist peinlich.

2.) nicht auf irgendetwas ansprechen, das den Eindruck vermitteln könnte, das man sie noch für ein Kind hält.

3.) über eventuelle Zickereien hinweg sehen. Darauf zu reagieren macht alles nur schlimmer.

Vielleicht sollte man wirklich mit einem Lächeln an die eigene Zeit mit 13 zurück denken.